Warum Reviewer manchmal Caches kontrollieren

Kategorie: FAQ
Veröffentlicht am Freitag, 08. Februar 2013 Geschrieben von Tafari

Eigentlich behaupten die Reviewer ja immer, dass sie keine physischen Kontrollen des Caches durchführen. Das stimmt auch, solange wir über den Review von neu eingereichten Cachelistings reden. Nicht nur dass uns die Zeit fehlt alle Geocaches vor Ort zu prüfen, kann man per se nicht davon ausgehen, dass Cacheowner vom Grund her böse sind und sich nicht an die guidelines halten. Die reviewerliche Praxis zeigt jedoch manchmal Hinweise auf Unstimmigkeiten in der Datenbank von geocaching.com.

Die veranlassen den einen oder anderen Reviewer mitunter zu einer Einschau vor Ort - soweit das irgendwie zeitlich und geografisch zu machen ist. Was ist der Grund für solche Kontrollen? Was soll das bringen? Wozu das Ganze? Wie funktioniert so eine Kontrolle?

Alles Fragen, die dabei aufkeimen können und für die man hier Antwort findet ...

Was ist der Grund für solche Kontrollen?

Wie schon eingangs erwähnt, bei der täglichen Arbeit mit mehreren verschiedenen Cachelistings die von verschiednene Leuten stammen und in vollkommen unterschiedlichen Regionen Österreichs versteckt werden, werden mit der Zeit gewisse Verhaltensmuster erkennbar. Damit sind nicht Verhaltensmuster einzelner Cacheowner gemeint, sondern eher ein mehr oder weniger kollektives Verhaltensmuster einer regionalen Geocaching-Community. Das zeigt sich nicht nur in der Art der versteckten Dosen oder der schwere bzw. Leichtigkeit diverser Rätsel und Multis.

Es kommt mitunter zu Situationen wo man ein Cachelisting vor sich hat und sich als Reviewer die Frage stellt, "Warum wird hier kein Abstandskonflikt angezeigt?" Vorausgesetzt die Gegend ist bekannt, denn die eine oder andere Dose hat man ja selbst schon gefunden. Dann gibt es noch eine Fülle an Informationen von sogenannten Vielfindern und somit viele Gelegenheiten sich ein umfassendes Bild der Umgebung zu machen. Natürlich bleibt im Einzelfall während des Reviewprozesse nicht die Zeit um nun abzuklären, ob die Erinnerung einen trügt, oder ob sich die Gegebenheiten vielleicht seit dem eigenen Fund schon geändert haben könnten. Auch die Infos von anderen Geocachern sind teilweise schon älteresn Datums und somit ist ohnehin nie etwas Beweiskräftiges vorhanden. Die Datenbank meldet zurück, alles sei in Ordnung und das Listing wird veröffentlicht.

Nun haben sich solche Situationen in der Vergangenheit an verschiedenen Orten unterschiedlich oft konzentriert gezeigt. In einzelnen Fällen war es sogar so schlimm, dass andere Cacheowner nicht in der Lage waren eine ansonst freie Gegend mit einem Geoache zu versehen, weil dort Finals von Mysterycaches angezeigt wurden, die - wie sich später herausstellte - gefälscht waren.

Es stellte sich somit heraus, dass es auch in Österreich Cacheowner gibt, die - wertfrei gesprochen - nicht die korrekten Finalkoordinaten im betreffenden additional waypoint angeben. Die Gründe dafür sind sicherlich vielfältig. Der eine hat sich einfch vertippt, der andere irgendwo was falsches von irgendeinem GPS abgeschrieben. Der Dritte hat die Finalkooridanten von zwei in Planung befindlichen Mysteries verwechselt und der vierte hats einfach absichtlich gemacht; nur damit es das Listing durch den Reviewprozess bringen kann, denn mit den richtigen Koordinaten ginge das nie.

Die ersten drei Gruppen können ja noch ein gewisses Maß an Verständnis erwarten. Ein Cacheowner, der absichtlich falsche Angaben macht nur um einen Cache veröffentlicht zu bekommen ist allerdings kaum entschuldbar. Vielmehr ist dieses Handeln von einem Grundsatz geprägt der sich gegen die Community richtet. Die Botschaft, die ein solcher Cacheowner aussendet ist klar; ein "sich-über-die-Regeln-hinweg-setzen" mit allen möglichen Schummeleien kann nicht akzeptiert werden. Es ist ein Schlag ins Gesicht anderer Cacheowner und letztendlich gibt es kein Argument, dass es akzeptierbar machen würde, dass jemand so eine Meinung vertitt oder sie gut heißt. Es gäbe viele Vergleichssituationen im täglichen Leben, wo ein gleichartiges Verhalten mitunter sogar strafrechtliche Konsequenzen hat. Somit kann das auch kein Verhalten sein, dass man in einem Spiel  akzeptiert. In solchen Fällen herrscht mancherorts mangelndes Unrechtsbewußtsein, für das offensichtlich eine gewisse Sensibilisierung in der Community noch fehlt.

Was soll das bringen? Wozu das Ganze?

Die Vorteile liegen auf den ersten Blick auf der Hand. Es muss ein Bewußtsein dafür geschaffen, werden, dass man eben nicht alles machen kann nur weil man einen Weg gefunden hat, wie man Wirksamkeit der guidelines umgeht und diese dadurch ad absurdum führt. Doch das ist nicht der einzige Beweggrund. Schließlich werden wir mit Stichproben nie und nimmer eine flächendeckende Kontrolle durchführen können und somit können wir das eigentliche Problem auch nicht lösen. Wollen wir auch gar nicht.

Was wir aber können, ist mit derartigen Kontrollen auch ein Signal nach außen zu setzen. Es ist uns nicht egal, was die diversen Cacheowner so tun. Vor Allem dann nicht, wenn die guidelines was dagegen haben. Wir ignorieren nicht, wenn jemand besonders kreativ ist und meint, "die Anderen können sich ja an die guidelines halten, ich brauche das nicht". Wir nehmen auch in Kauf, dass ein Aufschrei zu hören ist, wenn Cachelistings dann nach entsprechender Kontrolle archiviert werden. Denn selbst wenn der Chace noch so toll gestaltet ist, er hätte so nicht existieren dürfen und alleine dieses eine Argument wischt alle Vorzüge des betreffenden Caches auf einmal vom Tisch.

Neben dieser Bewußtseins-sensibilisierung sind diese Kontrollen auch ein Beitrag zur Hebung der generellen Qualität von Geocaches. Als Reviewer kann man einen Geocache qualitatic kaum beurteilen, denn man kennt ja nur die virtuelle Siete des Caches. Erst wenn eine Kontrolle vor Ort durchgeführt worden ist, haben wir die Möglichkeit uns wie andere Finder auch ein Gesamtbild vom Geocache zu machen. Es ist schon vorgekommen, dass bei einer Cachekontrolle sowiet alles in Ordnung war, jedoch der eine oder andere Verbesserungsvorschlag das Salz in der Suppe bedeuten könnte. Solche Hinweise werden dem betreffenden Owner natürlich auch mitgeteilt, wenn wir davon ausgehen können, dass der Owner an derartiger Kritik auch interessiert ist. Bislnag wurde diese Kritik immer positiv aufgenommen womit letztendlich auch auf diese Art ein Beitrag zu mehr Cachequalität geleistet wird.

Die Vorteile solcher Cachekontrollen liegen somit klar auf der Hand.

  • Schärfung eines Bewußtseins für die guidelines in der Community
  • Hebung der Qualität und damit verbunden
  • pädagogischer Mehrwert für Neueinsteiger
  • Weniger Probleme beim Reviewen von Cachelistings, weil nichts im Weg liegt, was gar nicht da ist.

Die Liste rhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Wie funktioniert so eine Kontrolle?

Einige Mitglieder der Community scheinen reges Interesse an der Art dieser Kontrollen zu zeigen. Deswegen hier eine Erläuterung wie die Praxis aussieht.

Im Prinzip ist es ganz einfach. Wir haben die Informationen des Cacheowners aus der Beschreibung und wir haben Informationen des Cacheowners, die uns von gc.com zur Verfügung gestellt werden (diverse waypoints). Diese beiden Informationsquellen müssen nun in Einklang gebracht werden. Soll heißen; eine Kontrolle kann logischerweise nur funktionieren, wenn man den Geocache kennt. Bei Multis und Mysties gehört es somit auch dazu, den Weg zum Cache und somit die Stages zu kennen. Kennt man die Stages gemäß Beschreibung nicht, ist es nicht möglich zu kontrollieren, ob die in der Datenbank angegebenen Koordinaten richtig sind oder nicht.

Fazit: Auch wenn es regionale Aufregung rund um diese Kontrollen gegeben hat, es gibt in Wahrheit keinen Grund dazu, denn letztendlich ist diese Aktion gut für die Cachelandschaft, die Community und somit das Spiel als Solches. Es wird daher solche Kontrollen (im Alnalssfall) wieder geben, wann und wo das der Fall sein wird steht aber natürlich noch in den Sternen.

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